Wer Frankfurt nur mit Hochhäusern, Banken und geschäftigem Treiben verbindet, sollte einmal die Mainseite wechseln. Frankfurt Sachsenhausen zeigt die Mainmetropole von einer ganz anderen Seite: historische Gassen treffen auf moderne Cafés, traditionsreiche Apfelweinwirtschaften auf internationale Küche und grüne Mainufer auf einen der schönsten Ausblicke über die Frankfurter Skyline.
Ob Sie durch Alt-Sachsenhausen schlendern, am Museumsufer Kunst und Kultur entdecken oder sich durch die kleinen Läden des Brückenviertels treiben lassen – Sachsenhausen eignet sich perfekt für einen abwechslungsreichen Tag in Frankfurt. Wir zeigen Ihnen, was den Stadtteil besonders macht und welche Orte Sie nicht verpassen sollten.
Frankfurt Sachsenhausen: ein Stadtteil mit vielen Gesichtern
Sachsenhausen liegt südlich des Mains und gehört zu den bekanntesten Stadtteilen Frankfurts. Bereits 1193 wurde Sachsenhausen erstmals urkundlich erwähnt, seit dem späten 14. Jahrhundert gehört es als Stadtteil zu Frankfurt.
Heute ist das Viertel vor allem für drei Dinge bekannt: Apfelwein, Kultur und seine besondere Mischung aus Großstadt und Nachbarschaftsgefühl. Dabei ist Sachsenhausen deutlich vielfältiger, als es das bekannte Ausgehviertel Alt-Sachsenhausen zunächst vermuten lässt.
Rund um die Schweizer Straße prägen Geschäfte, Cafés und Wohnhäuser das Straßenbild. Richtung Main wartet das international bekannte Museumsufer, während das Brückenviertel mit kleinen Läden und Gastronomie einen eher modernen Kiezcharakter besitzt. Genau diese Gegensätze machen Frankfurt Sachsenhausen so spannend.
Alt-Sachsenhausen: Frankfurter Tradition zwischen Kopfsteinpflaster und Apfelwein
Wer an Sachsenhausen denkt, hat häufig zuerst die kleinen Gassen von Alt-Sachsenhausen vor Augen. Rund um die Klappergasse, Große Rittergasse und Kleine Rittergasse hat sich ein Teil der traditionellen Frankfurter Wirtshauskultur erhalten.
Besonders eng verbunden ist das Viertel mit dem Frankfurter Apfelwein, auf Hessisch natürlich „Ebbelwoi“. Dazu kommen regionale Klassiker wie Grüne Soße. Die Stadt Frankfurt beschreibt Alt-Sachsenhausen selbst als einen Ort, an dem Apfelweinwirtschaften ebenso dazugehören wie das lebendige Nachtleben.
Doch ein Spaziergang lohnt sich nicht nur am Abend. Tagsüber lässt sich die Architektur der kleinen Straßen viel entspannter entdecken und zwischen den bekannteren Lokalen verstecken sich immer wieder Details, die schnell übersehen werden.
Ein kurioser Stopp: Frau Rauscher
Eine der bekanntesten Figuren Sachsenhausens ist Frau Rauscher. Der nach ihr benannte Brunnen wurde 1961 aufgestellt. Wer ihm zu nahe kommt, sollte aufmerksam sein – denn die Figur ist für eine kleine Überraschung bekannt.
Diese Geschichte zeigt, dass Frankfurt Sachsenhausen mehr zu bieten hat als klassische Sehenswürdigkeiten. Vieles erschließt sich erst durch die Geschichten hinter den Straßen, Plätzen und Gebäuden.
Die Schweizer Straße: das Herz von Sachsenhausen
Von Alt-Sachsenhausen führt der Weg schnell in Richtung Schweizer Straße. Sie gehört zu den zentralen Einkaufs- und Geschäftsstraßen des Viertels und gilt als eine feste Konstante Sachsenhausens.
Hier zeigt sich die alltägliche Seite des Stadtteils. Kleine Geschäfte wechseln sich mit Gastronomie, Feinkostläden und Cafés ab. Dazwischen begegnen Ihnen Menschen, die hier wohnen, einkaufen oder einfach ihren Kaffee genießen.
Ein wichtiger Mittelpunkt ist der Schweizer Platz. Von hier können Sie Sachsenhausen wunderbar weiter zu Fuß erkunden.
Das Brückenviertel: kleine Läden und kulinarische Entdeckungen
Deutlich weniger traditionell präsentiert sich das Brückenviertel. Rund um die Brückenstraße und ihre Nebenstraßen finden sich kleine Geschäfte, individuelle Konzepte und Gastronomie aus unterschiedlichen Ländern.
Statt großer Ketten dominieren vielerorts kleinere Anbieter. Gerade deshalb lohnt es sich, nicht nur die Hauptstraßen entlangzulaufen, sondern immer wieder einen Blick in die Seitenstraßen zu werfen.
Und vielleicht stellen Sie sich dabei eine Frage, die auch auf unserer kulinarischen Tour eine Rolle spielt: Warum heißt das Brückenviertel eigentlich Brückenviertel?
Die Antwort und weitere Geschichten rund um Sachsenhausen erfahren Sie am besten direkt vor Ort.
Museumsufer Frankfurt: Kultur direkt am Main
Ein Besuch in Frankfurt Sachsenhausen wäre kaum vollständig ohne einen Spaziergang entlang des Museumsufers.
Am südlichen Mainufer reiht sich eine außergewöhnliche Museumslandschaft aneinander. Allein in unmittelbarer Nähe des Mainufers befinden sich 13 Museen. Dazu gehören unter anderem das Städel Museum, das Museum für Angewandte Kunst, das Deutsche Filmmuseum beziehungsweise DFF und das Liebieghaus.
Damit können Sie in Sachsenhausen problemlos einen ganzen Tag zwischen Kunst, Architektur, Film und Kultur verbringen.
Doch auch ohne Museumsbesuch lohnt sich das Ufer.
Mainufer Sachsenhausen: einer der schönsten Blicke auf Frankfurt
Wolkenkratzer auf der einen, Grünflächen auf der anderen Seite: Vom Sachsenhäuser Mainufer eröffnet sich ein besonders schöner Blick auf die Frankfurter Skyline.
Das Museumsufer Sachsenhausen erstreckt sich über mehr als 1,5 Kilometer. Grünflächen, Bäume und Promenaden machen das Gebiet zu einem beliebten Ort zum Spazieren, Joggen, Radfahren oder einfach zum Ausruhen.
Gerade bei gutem Wetter lohnt es sich deshalb, etwas mehr Zeit einzuplanen. Holen Sie sich einen Kaffee oder eine Kleinigkeit zu essen und genießen Sie die Aussicht auf „Mainhattan“.
Tipp: über den Eisernen Steg
Wer anschließend in die Frankfurter Altstadt möchte, kann den Main über den Eisernen Steg überqueren.
Die berühmte Fußgängerbrücke wurde 1868/69 errichtet und verbindet die Altstadt mit Sachsenhausen. Von ihr haben Sie einen tollen Blick auf Main, Skyline und Museumsufer.
Damit lässt sich ein Besuch in Sachsenhausen hervorragend mit Römer, Dom und Frankfurter Altstadt verbinden.
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Sachsenhausen kulinarisch entdecken
Apfelwein gehört zu Sachsenhausen – aber kulinarisch darauf reduzieren sollte man den Stadtteil auf keinen Fall.
Zwischen Schweizer Straße und Brückenviertel finden Sie internationale Küche, Feinkost, Süßes, Cafés und inhabergeführte Geschäfte. Gerade die Mischung aus hessischer Tradition und Einflüssen aus aller Welt macht die kulinarische Szene interessant.
Wer nicht nur essen, sondern auch erfahren möchte, welche Geschichten hinter dem Viertel und seinen gastronomischen Betrieben stecken, kann Sachsenhausen bei einer kulinarischen Stadtführung entdecken.
Rund drei Stunden sind Sie mit einem erfahrenen Tourguide im Viertel unterwegs und legen dabei etwa drei Kilometer zu Fuß zurück. Unterwegs warten bis zu sechs verschiedene Kostproben. Statt uns ausschließlich auf die bekannten großen Apfelweinwirtschaften zu konzentrieren, besuchen wir kleinere kulinarische Anbieter und entdecken die internationale Seite Sachsenhausens – ein Glas Apfelwein darf trotzdem nicht fehlen.
Je nach Tag und Tour können unterschiedliche kulinarische Partnerbetriebe besucht werden. Dadurch lernen Sie Frankfurt Sachsenhausen nicht nur von seiner bekannten, sondern auch von seiner überraschenden Seite kennen.
Was kann man in Frankfurt Sachsenhausen an einem Tag machen?
Wenn Sie Sachsenhausen auf eigene Faust entdecken möchten, könnte Ihr Tag beispielsweise so aussehen:
Starten Sie vormittags am Museumsufer und besuchen Sie eines der Museen oder spazieren Sie direkt am Main entlang. Anschließend geht es über das Brückenviertel weiter Richtung Schweizer Straße.
Zur Mittagszeit können Sie eines der vielen gastronomischen Angebote ausprobieren. Am Nachmittag lohnt sich ein Spaziergang durch die umliegenden Straßen und Alt-Sachsenhausen.
Zum Abschluss gehört für viele ein Apfelwein dazu – alternativ genießen Sie den Sonnenuntergang am Main mit Blick auf die Skyline.
So erleben Sie an nur einem Tag einige der größten Kontraste Frankfurts: moderne Hochhäuser und historische Gassen, internationale Küche und hessische Tradition, Kultur und entspanntes Kiezleben.
Frankfurt Sachsenhausen: unsere Highlights auf einen Blick
Wer zum ersten Mal im Viertel ist, sollte sich besonders diese Orte merken:
Alt-Sachsenhausen – für historische Gassen und Apfelweinkultur
Schweizer Straße und Schweizer Platz – für das alltägliche Sachsenhausen
Brückenviertel – für kleine Läden und internationale Gastronomie
Museumsufer – für Kunst und Kultur
Sachsenhäuser Mainufer – für Spaziergänge mit Skylineblick
Eiserner Steg – für den Übergang zur Frankfurter Altstadt
Kulinarische Sachsenhausen-Tour – für Geschichten und versteckte Genussorte
Fazit: Warum sich Frankfurt Sachsenhausen lohnt
Frankfurt Sachsenhausen vereint vieles, was Frankfurt besonders macht. Innerhalb weniger Straßen wechseln sich Tradition und Moderne, ruhige Wohnviertel und lebendige Ausgehstraßen, hessische Spezialitäten und internationale Küche ab.
Sie können am Main entlangschlendern, einige der bedeutendsten Museen der Stadt besuchen, in kleinen Geschäften stöbern und anschließend mit einem Apfelwein auf Ihren Tag anstoßen.
Wer jedoch ein wenig genauer hinsieht, entdeckt hinter den bekannten Attraktionen zahlreiche Geschichten und kulinarische Geheimtipps. Genau deshalb lohnt es sich, Sachsenhausen nicht einfach nur zu besuchen, sondern den Stadtteil wirklich zu erkunden.
Über den Eat the World Blog
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