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Peter Kürten: Als das Böse aus Köln kam (True Crime in Köln Teil 3)

Köln und seine wahren Verbrechen. Die Domstadt ist eng mit einigen der spektakulärsten Kriminalfälle der deutschen Geschichte verbunden ist. Einer dieser Fälle führt direkt zu einem Namen, der bis heute Schaudern auslöst: Peter Kürten, der berüchtigte „Vampir von Düsseldorf“. Was viele jedoch nicht wissen: Seine Spur beginnt nicht in Düsseldorf, sondern in Köln. Hier, im Herzen der Rheinmetropole, fand die dramatische Geschichte eines der berüchtigtsten Serienmörder der Weimarer Republik ihren Höhepunkt. Der folgende Text beleuchtet Kürtens Herkunft, seine brutalen Taten und das endgültige Schicksal, das ihn ereilte.

Teil 1 und Teil 2 unserer Kölner True-Crime-Serien findest du ebenfalls im Blog.

Peter Kürten – Der „Vampir von Düsseldorf“ mit Wurzeln in Köln

Wer heute durch die Kölner Innenstadt schlendert, ahnt kaum, dass sich hier einer der spektakulärsten Kriminalfälle der Weimarer Republik zu seinem dramatischen Ende zuspitzte. Im ehemaligen Gefängnis Klingelpütz wurde am 2. Juli 1931 Peter Kürten hingerichtet – jener Mann, der als „Vampir von Düsseldorf“ in die deutsche Kriminalgeschichte einging. Geboren wurde er 1883 in Mülheim am Rhein, das damals noch nicht zu Köln gehörte. Von hier aus nahm ein Leben seinen Anfang, das später die Öffentlichkeit erschüttern sollte.

Kindheit und frühe Prägungen

Kürten wuchs in einer großen, bitterarmen Familie auf; er war eines von 13 Kindern. Sein Vater, ein alkoholkranker Sandformer, misshandelte Frau und Kinder regelmäßig. Die beengten Wohnverhältnisse, die ständige Gewalt und die traumatischen Erfahrungen prägten Kürtens frühe Jahre nachhaltig.

Schon als Junge suchte er Kontakt zu fragwürdigen Erwachsenen und kam früh mit Tierquälerei in Berührung – ein Verhalten, das spätere Gutachter als deutliches Warnsignal seiner Gewaltbereitschaft einordneten. Der junge Kürten entdeckte seine Faszination am Töten, als er beobachtete, wie zwei Welpen in einem Bach ertränkt wurden. In den folgenden Jahren wurde er selbst aktiv und misshandelte zahlreiche Tiere. Die Grausamkeit gegenüber Tieren gilt als erster Ausdruck jener zerstörerischen Impulse, die sich später gegen Menschen richteten.

Ein Leben zwischen Freiheit und Haft

Bereits als Jugendlicher rutschte Kürten in die Kriminalität ab. Diebstähle, Einbrüche und Betrugsdelikte führten dazu, dass er schon früh mit dem Gesetz in Konflikt geriet. Seine Erwachsenenjahre waren geprägt von häufigen Haftstrafen – immer wieder saß er monatelang oder jahrelang im Gefängnis, bevor er erneut auffällig wurde. Noch bevor er als Serienmörder in Erscheinung trat, galt er in Polizeikreisen als notorischer Wiederholungstäter.

Schwarz-weißes Fahndungsfoto von Peter Kürten in Profil- und Frontalansicht - ein erschreckender Einblick in die Geschichte des wahren Verbrechens in Köln.
Peter Kürten auf einer Polizeiaufnahme Bundesarchiv, Bild 102-11502, CC-BY-SA 3.0

Der Fall Luise Lenzen – Ein Verbrechen, das nicht auf der Tour erzählt wird

Einer der erschütterndsten Fälle, die Kürten zugeschrieben werden, ereignete sich im Sommer 1929. Die 13-jährige Luise Lenzen und die fünfjährige Gertrud Hamacher verschwanden nach dem Besuch eines Schützenfestes in Düsseldorf. Später stellte sich heraus, dass Peter Kürten ihnen gefolgt war – aufmerksam, beinahe unheimlich ruhig, wie ein Schatten, der sich lautlos an die Kinder heftete.

Als die Mädchen auf dem Heimweg waren, sprach er sie abseits der belebten Straßen an und gewann ihr Vertrauen. Unter einem Vorwand schickte er Luise fort, damit er sich ungestört der kleinen Gertrud zuwenden konnte. Er würgte das fünfjährige Mädchen, bis es bewusstlos war, trug es in ein Feld und schnitt ihr die Kehle durch.

Anschließend überfiel er die zurückkehrende Luise. Das ältere Mädchen kämpfte verzweifelt und konnte kurzzeitig entkommen, doch Kürten holte sie schnell ein. Er stach mehrfach brutal auf sie ein, biss ihr in den Hals und trank Blut aus ihren Wunden – ein grausiges Detail, das seinen späteren Spitznamen „Vampir“ begründete.

Die Leichen wurden am nächsten Morgen entdeckt. Der Doppelmord löste eine beispiellose Fahndung aus und versetzte Düsseldorf in Panik. Eltern ließen ihre Kinder nicht mehr allein auf die Straße; Bürgerwehren patrouillierten Tag und Nacht. Die Behörden verstärkten ihre Präsenz, sogar Polizisten aus Berlin wurden hinzugezogen.

Kürten dagegen genoss offenbar die öffentliche Unruhe. Er mischte sich am Tag nach dem Fund der Leichen unter die Schaulustigen, um die Reaktionen der Menschen zu beobachten – ein Verhalten, das später als Ausdruck seiner tiefen Lust an Macht und Kontrolle gedeutet wurde.

Der Fall wurde später zu einem der zentralen Bestandteile der Anklage. Er ist nur einer von mindestens neun Morden, die Peter Kürten nachweislich beging. Wer seiner Spur folgen und mehr über seine Taten erfahren möchte, erfährt auf der stern Crime Tour in Köln, wie er das Rheinland jahrelang in Atem hielt.

Prozess und Hinrichtung

Der Prozess gegen Peter Kürten begann im April 1931 und stieß auf enormes Medieninteresse. Schließlich wurde er wegen neun Morden und mehrerer Mordversuche zum Tode verurteilt. Nur wenige Monate später, im Juli 1931, wurde das Urteil im Kölner Klingelpütz vollstreckt.

Mit seiner Hinrichtung endete einer der aufsehenerregendsten Kriminalfälle Deutschlands – ein Fall, der Psychologen, Historiker und Kriminalexperten bis heute beschäftigt.

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