Eine Beere mit der man vieles zubereiten kann: Fliederbeerenmus, Marmelade, Sirup und noch vieles mehr!(© Pixabay / 127071)

Fliederbeeren sind nicht gleich Flieder. Häufig kommt es allerdings bei den beiden Begriffen zu Verwechslungen. Wir von eat-the-world zeigen Ihnen, worum es sich bei den Fliederbeeren handelt, wie sie sich zubereiten lassen und welche Wirkungen man ihnen nachsagt. Und wie kommt es eigentlich zur Verwirrung der beiden Begriffe Flieder und Fliederbeeren? Wie kann man Missverständnisse vermeiden?

Sträucher, die für Missverständnisse sorgen: Fliederbeeren oder Flieder?

Beide kommen häufig vor und sind oftmals als Ziersträucher in Gärten und Parkanlagen anzutreffen. Fragt man nach Fliederbeeren in den nördlichen Gebieten Deutschlands, so ist es korrekt, den Begriff Flieder dafür zu verwenden. In anderen Regionen Deutschlands wird man Ihnen für diese Frage allerdings die Sträucher, die für ihre violett blühenden Blüten im Mai bekannt sind, zeigen. Befindet man sich nicht in Norddeutschland, sollte man also lieber nach Fliederbeeren fragen oder gleich die Fachbegriffe verwenden, um Missverständnissen aus dem Weg zu gehen: Schwarzer Holunder statt Fliederbeeren, Gemeiner Flieder statt Flieder. Bei den Fliederbeeren handelt es sich also schlichtweg um die Beeren des Holunders, denn im Gegensatz zum Flieder trägt er Beeren und blüht cremeweiß im Juni.

Fliederbeeren und ihre Wirkung: Unser heimisches Allheilmittel

Die zunächst roten Beeren färben sich mit der Zeit schwarz. Warten Sie mit der Ernte der Fliederbeeren bis diese eine schwarze Färbung aufweisen. Unreife Früchte sollten auf keinen Fall verzehrt werden: Statt eine gesunde Wirkung nach sich zu ziehen, führen die unreifen Fliederbeeren zu Erbrechen, Durchfall und Magenschmerzen. Wann genau ist denn nun Fliederbeerenzeit? Im August und September haben die Fliederbeeren Hochsaison: Sie sind nun erntereif! Den leckeren und zugleich gesunden Fliederbeeren-Spezialitäten stehen nun nichts mehr Im Weg!

Die 5 bis 7 Millimeter großen Früchte sind besonders reich an Vitamin A, Vitamin C, Kalium und enthalten nebenher Eisen, Zink und ätherische Öle. Zur Stärkung des Immunsystems eignen sich die Fliederbeeren hervorragend. Einfach pur genießen, mit Zucker vermengt, oder als Saft, Mus und co. schlemmen. Aus den Fliederbeeren und Blüten lässt sich zudem Tee zubereiten, der nicht nur lecker ist, sondern auch mit seiner schweißtreibenden Wirkung Erkältungen und Fieber lindert. Doch damit nicht genug: Den Fliederbeeren wird eine harntreibende Wirkung nachgesagt. Durch die angeregte Wasserausscheidung werden Keime aus dem Körper gespült und somit kommt es zur Linderung von Harnwegsinfektionen.

Vielseitige Zubereitungsmöglichkeiten

Fliederbeeren sind bei den Kleinen nicht ganz so beliebt. Grund hierfür ist der herbe, bittere Geschmack der Beeren. Begehrt sind sie allerdings verarbeitet in Form von Gelee, Mus, Marmelade, Sirup oder Saft mit Honig oder Zucker. Sie haben Lust, Ihre eigenen Fliederbeeren aus dem Garten oder dem eigenen Tiefkühlfach zu einer leckeren Köstlichkeit zubereiten? Das geht ganz einfach! Wir haben für Sie ein schnelles Rezept für Fliederbeerensaft vorbereitet!

Schnell und einfach lässt sich aus Fliederbeeren ein leckerer Saft zubereiten!(© Pixabay / RitaE)

Fliederbeerensaft: Rezept zum daheim Kochen, selber machen & gesunden Schlemmen

Für den Fliederbeerensaft benötigen Sie:

  • 1500 g Fliederbeeren
  • 600 ml Wasser
  • 250 g Zucker
  • 1 Zitrone

Zubereitung

  1. Zunächst die Fliederbeeren von den Stielen befreien und waschen.
  2. Anschließend die Beeren in einen Topf geben und mit Wasser bedecken.
  3. Die Fliederbeeren im geschlossenen Topf aufkochen. Nun die Fliederbeeren bei mittlerer Hitze 20 Minuten köcheln.
  4. Sind die Fliederbeeren weich, gibt man diese durch ein Sieb und fängt den Saft in einer Schüssel auf. Die Fliederbeeren dabei fest ausdrücken.
  5. Die Zitrone auspressen. Den Zucker und Zitronensaft dem Inhalt hinzugeben.
  6. Den Inhalt in einen Topf geben und anschließend unter Rühren nochmals aufkochen. Für circa 10 Minuten kochen lassen.
  7. Den heißen Saft in Flaschen füllen und sofort verschließen.

Fertig ist der Fliederbeerensaft! Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit!

Aber aufgepasst: Der Saft der Fliederbeeren lässt sich nur schwer auswaschen. Beim Zubereiten des Saftes ist das Tragen einer Schürze ratsam!

Wussten Sie schon? Dem Schwarzen Holunder wurden magische, beschützende Kräfte für Menschen und Tiere zugesprochen. Schwarzer Holunder wurde früher verwendet, um das Böse abzuwehren. Sträucher wurden vor den Häusern gepflanzt, um böse Dämonen und Hexen fern zu halten.

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