Gaisburger Marsch

Der Gaisburger Marsch ist ein traditionelles schwäbisches Eintopfgericht, welches in einem Vorort in Stuttgart erfunden wurde. Der heutzutage weit im Schwabenland bekannte Gaisburger Marsch hat die besondere Vereinigung von Kartoffeln und Nudeln (in Form von Spätzle) in einem Gericht.

Es gibt viele interessante Geschichten, wie der Name des Eintopfgerichts entstand. Bei uns findet ihr die bekanntesten und das leckere Rezept!

 

Entstehung des Gaisburger Marsch

Es gibt zwei Geschichten zur Entstehung des Gaisburger Marsch. Bei der ersten soll das schwäbische Eintopfgericht dabei entstanden sein, als Gaisburger im 18. Jahrhundert von Franzosen gefangen genommen wurden. Die Franzosen haben den Ehefrauen der Gefangenen erlaubt, ihren Männern ein Gericht pro Tag mitzubringen. Um etwas Sättigendes und Nahrhaftes für die Ehemänner zur Kräftigung zu kochen, erfanden sie eine Fleischsuppe, auf der oben Spätzle schwammen, damit die Wächter bei der Kontrolle nicht bemerken, dass sie eine so schmackhafte Suppe bekommen. Und so marschierten die Frauen jeden Tag zu ihren Gaisburger Ehemännern, um ihnen Essen zu bringen.

Die zweite Geschichte handelt von einem Soldaten im 1. Weltkrieg, dem in seiner Kaserne im Stuttgarter Stadtteil Berg das Essen nicht schmeckte. Daraufhin fand er in dem nahen Ort Gaisburg einen Wirt, der einen leckeren Ochsenfleischeintopf zubereitete. Er erzählte es den anderen Soldaten, sodass sie sich täglich vor der Kaserne versammelten und nach Gaisburg marschierten.

 

Gaisburger Marsch Rezept

Zutaten für den Gaisburger Marsch (5-6 große Portionen)

  • 600 g Suppenfleisch
  • 500 g Kartoffeln
  • 300 g Möhren
  • 350 g Knollensellerie
  • 150 g Zwiebeln
  • 1 Bund Petersilie
  • etwas Butter
  • 400 g Spätzle
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung des Gaisburger Marsch

  1. Zunächst das Fleisch abspülen und in zwei Liter Wasser mit etwas Salz in einen Topf geben. Dabei darauf achten, dass das Fleisch komplett mit Wasser bedeckt ist. Nachdem das Wasser aufgekocht ist, den überschüssigen Schaum vom Fleisch abschöpfen. Nun die Hitze reduzieren und etwa anderthalb Stunden auf mittlerer Hitze kochen.
  2. Kartoffeln, Möhren, Sellerie schälen und in kleine Würfel schneiden. Nun die Petersilie kleinhacken, die Zwiebeln pellen und fein in Würfel schneiden. Nachdem etwas Butter in eine Pfanne gegeben wurde, die Zwiebelwürfel goldbraun anbraten und beiseite stellen.
  3. Wenn das Fleisch anderthalb Stunden im Topf gegart ist, die Sellerie- und Möhrenwürfel hinzugeben. Nach fünfzehn Minuten dann die Kartoffelwürfel hinzugeben. Nun wird das Fleisch aus dem Topf genommen und in mundgerechte Stücke geschnitten. Danach wieder in die Brühe geben und den Eintopf abschmecken.
  4. Nun werden die fertigen Spätzle in den Eintopf gegeben und erhitzt. Die golfbraun angebratenen Zwiebelwürfel und die Petersilie beim Anrichten auf den Eintopf streuen.

 

Interessante Infos zum Gaisburger Marsch

  • In Gaisburg wird das Gericht einmal im Jahr im Sommer mit einem mehrtätigen Fest gefeiert.
  • Der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler liebt den Gaisburger Marsch so sehr, dass er zu seinem Amtsantritt 2004 tausenden von seinen Gästen das Gericht servieren ließ.
  • Das Lieblingsgericht des Spitzenkochs Harald Wohlfahrt ist der Gaisburger Marsch.
  • Der Stadtteil Gaisburg wurde erst durch seinen Eintopf bekannt. Vorher hieß das Gericht im Schwabenland „Kartoffelschnitz und Spatzda“ (für alle Nicht-Schwaben bei uns: geschnittene Kartoffeln und Spätzle).

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4 Kommentare zu “Gaisburger Marsch – der leckere schwäbische Eintopf”

  1. Marcus Müller sagt:

    An die Autoren: Zur Entstehungsgeschichte möchte ich anmerken, dass es sich nach meiner Kenntnis nicht um „eine Bergkaserne“ handelt, sondern um die Kaserne in Berg, heute ebenfalls Stuttgarter Stadtteil. Berg ist bekannt durch seine Bäder – Mineralheilbad, Leuze – und unweit von Gaisburg gelegen. Sollteman evtl. in der Beschreibung nachbessern. Viele Grüße M.M.

  2. Phanny sagt:

    Lieber Herr Müller,

    vielen Dank für Ihren Kommentar.

    Wir sind Ihrem Hinweis nachgegangen und haben das nochmal recherchiert. Wir geben Ihnen recht, dass unsere Formulierung nicht ganz korrekt ist. Wir werden den Artikel dahingehen ändern. Vielen Dank für die Korrektur!

    Viele Grüße
    Ihr eat-the-world Team

  3. Kurt Dreher sagt:

    Guten Tag,

    ich kann in Ihrem Rezept keine Angabe finden, für wieviel Personen
    Ihre angegeben Zutatenmenge gedacht ist. Ich könnte mal vermuten, dass
    5 Personen satt werden würden.

    Mit freundlichem Gruß
    Kurt Dreher

  4. eat-the-world sagt:

    Lieber Herr Drehner,

    vielen Dank für Ihren Kommentar sowie Ihr Interesse an unserem Rezept. Danke auch dafür, dass Sie uns darauf aufmerksam gemacht haben, dass die Portionen-Anzahl in unserem Artikel fehlt. Gerne haben wir die Angabe im Artikel ergänzt.

    Bei 600 g Fleisch sowie 500 g Kartoffeln können Sie davon ausgehen, dass Sie einen großen Topf füllen können und am Ende 5-6 Personen satt werden. Natürlich eignen sich Eintöpfe auch sehr gut zum Aufwärmen. Daher lohnt es sich eigentlich immer eine größere Menge zu kochen und den Eintopf zweimal zu essen.

    Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Nachkochen!

    Frohe Weihnachten
    Ihr eat-the-world Team

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