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Mispeln – Was sind das für Früchte?

Mispeln(Foto: Solipsist)

Früher waren Mispeln in Deutschland ein beliebtes Obst und im Mittelalter von großer Bedeutung. Heute jedoch sind sie schon fast vergessen. Warum man aber trotzdem die Mispeln kennen lernen sollte, erfahren Sie mit  uns bei eat-the-world!

Allgemeines über die Mispeln

Die Mispeln (mespilus germanica) zählen zu den Rosengewächsen und sind weltweit verbreitet. Im Aussehen ähneln sie der Aprikose, sind jedoch in der Schale glänzender.
Der Baum der Mispeln wird zwei bis fünf Metern hoch und ist daher eher kleinwüchsig. Jedoch haben die Mispelbäume eine relativ weit gefächerte Baumkrone.
Ihren Ursprung haben die Mispeln im asiatischen Raum. Seit etwa 3000 Jahren bauen Menschen aus dem Orient Mispeln an. Einige Zeit später im Mittelalter kam die Pflanze dann nach Europa und war sehr beliebt und auch weit verbreitet. Heute findet man Mispeln nur noch selten auf Obstmärkten. Auf türkischen Märkten sind die Mispeln aber häufiger anzutreffen.
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Die Blüten der Mispeln

Im Mai und Juni ist der Strauch der Mispeln vollkommen mit ganz weißen Blüten geschmückt, die etwa drei bis fünf Zentimeter groß sind. Etwa Ende Oktober reifen dann die ersten Früchte. Sie sind braun und haben als Merkmal ihre fünf vertrockneten Kelchzipfel, die bei der Mispel an der Fruchtspitze kronenförmig zusammenstehen. Die braunen Flecke, die sie draußen auf der Schale haben, sollen nicht abschrecken. Dies bedeutet nur, dass die Früchte schon reif sind. Die reifen Früchte kann man jetzt zu diesem Zeitpunkt essen, sie sind jedoch noch hart und schmecken herb. Erst nachdem die Früchte eine Zeit lang eine Frosteinwirkung und danach eine mehrwöchige Lagerung überstanden haben, verändert sich das Fruchtfleisch ins Weiche und angenehm Säuerliche. Der Grund in der Lagerung liegt darin, dass Fruchtsäuren abgebaut werden und der Zuckergehalt steigt. Viele, die nicht so lange warten wollen, legen die die Früchte für ein paar Stunden in das Tiefkühlfach und lassen sie danach wieder auftauen.

Mispeln – der Geschmack

Besonders in Spanien sind sie sehr beliebt. Denn das Fruchtfleisch der Mispeln schmeckt süß und angenehm säuerlich. Außerdem haben Mispeln ein intensives fruchtiges und frisches Aroma. Geschmacklich erinnern sie ein bisschen an Pfirsiche und Aprikosen. Sie werden gerne zu Marmeladen, Gelee oder Säfte verarbeitet.

Inhaltsstoffe der Mispeln

Mispeln sind sehr gesund. Sie enthalten Vitamin C, Pektin, Stärke und Gerbstoffe. Vollreife Früchte kommen in der Medizin wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung zur Linderung von Darm-, Harnwegs- und Nierenentzündungen zum Einsatz.
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