(© pixabay / ajoheyho)

Falafel Rezept: Die leckeren kleinen Bällchen sind eine tolle vegetarische Alternative zum Hamburger oder zum Döner! Sie sind recht klein und unscheinbar, aber die Geschichte der arabischen Falafel und ihr Siegeszug durch die Küchen der Welt sind nicht zu unterschätzen. Erfahren Sie von eat-the-world Interessantes zur weit zurückreichenden Geschichte der Falafel, die wichtigsten Zutaten im Falafel Rezept und die schmackhafteste Zubereitung. Wir klären außerdem mit welchen Beilagen die Falafel besonders gut schmeckt, welche kleinen aber feinen Zutaten der Falafel das gewisse Etwas geben und was Sie in jedem Fall vermeiden sollten! So werden Sie zum Falafel-König!

Zur Geschichte der Falafel ‏فلافل‎ oder פלאפל

Die Herkunft der Falafel ist nicht zweifelfrei geklärt. Es heißt, dass die Falafel ursprünglich aus Ägypten stammt und in Alexandria bekannt wurde. Es wird vermutet, dass die Falafel von christlichen Kopten in Ägypten während der Fastenzeit als Fleischersatz gedient hat und sich so zu einem typisch ägyptischen Snack entwickelt hat. Alexandria war eine zentrale Hafenstadt von der aus die Falafel auf Wasserwegen in alle umliegenden Länder des Nahen und Mittleren Ostens gelangt sein soll und an Popularität gewonnen hat. Im Nahen Osten gehört die Falafel – ob offiziell oder inoffiziell – in vielen Ländern zu den Nationalgerichten. So gilt die Falafel sowohl in Israel als auch in Palästina als typisch traditionelle Speise, was nicht immer konfliktfrei bleibt. Aber auch im Libanon, Syrien, Ägypten und weiteren nordafrikanischen Ländern wie dem Sudan kommt die Falafel sehr häufig auf den Tisch beziehungsweise in die Pita. Als Street- und Fastfood ist die vegetarische Falafel mittlerweile eine der beliebtesten fleischlosen Alternative und zwar nicht nur in arabischen Ländern, sondern auch in Nordamerika und Europa!

Falafel Rezept – die wichtigsten Zutaten:

  • Kichererbsen oder Bohnen
  • Petersilie oder Koriander
  • Knoblauch
  • Öl
  • Salz und Pfeffer

Hauptsächlich besteht die Falafel aus pürierten Kichererbsen oder auch aus pürierten Bohnen. Sie können die Falafel je nach Geschmack entweder ausschließlich aus Kichererbsen oder Bohnen herstellen, oder die beiden Grundzutaten miteinander vermischen.

Je nach Geschmack können Sie die folgenden Zutaten hinzufügen:

  • Sesam
  • Kümmel
  • Minze
  • Chili
  • Zitrone
  • Zwiebeln

Die Mengen bei der Zubereitung von Falafel sind recht frei wählbar. Das Falafel Rezept besteht zum größten Teil wirklich aus Kichererbsen oder Bohnen, die mit den anderen Zutaten verfeinert werden. Wenn Sie Knoblauch nicht sehr gern haben, nehmen Sie nur eine Zehe oder lassen ihn ganz weg, das gleiche gilt für den Kümmel, die Minze, den Chili und den Sesam.

Do’s and Don’ts bei der Zubereitung:

Wenn sie getrocknete Bohnen oder Kichererbsen gekauft haben, legen Sie diese über Nacht in eine Schüssel mit Wasser ein. Sie können aber auch ohne Probleme Kichererbsen oder Bohnen aus der Dose nehmen und sich die langwierige Vorbereitung sparen. Für welche Variante Sie sich auch entscheiden, die Kirchererbsen oder Bohnen sollten nicht gekocht werden, das Einlegen über Nacht reicht völlig aus, um sie für die Verarbeitung zu Falafel vorzubereiten! Geben Sie etwas Zitrone und den Knoblauch zu den Kichererbsen oder den Bohnen plus alle gewünschten extra Zutaten hinzu und verarbeiten Sie alles zu einer breiigen Masse. Je nach Vorliebe können Sie die Zutaten ganz fein pürieren oder grob zerquetschen. Lassen Sie den Teig nach Möglichkeit kurz ruhen, bevor Sie ihn mit den Händen zu kleinen Bällchen formen. Jetzt müssen die Falafel nur noch in ausreichend Öl frittiert werden. Geben Sie die Falafel vorsichtig in die Pfanne, damit sie nicht von schmerzhaften Ölspritzern erwischt werden. Zum Abtropfen eignet sich am besten dickes Küchenpapier!

Unsere Tipps für ein besonderes Falafel Rezept:

Besonders lecker schmecken die Falafel verfeinert mit Pistazien! Zerhacken Sie die Nüsse und geben Sie diese zu den restlichen Zutaten hinzu, das verleiht den Falafel eine leckere nussige Note und lässt die Textur knuspriger werden.

Falls Sie Probleme mit auseinanderfallenden Falafel haben, können Sie auch ein Ei und etwas Mehl zur Teigmasse geben, dann hält die Masse besser zusammen. Dieses Falafel Rezept ist dann nicht mehr traditionell, schmeckt aber auch sehr gut! Rollen Sie die Bällchen in Sesamkörner, das sieht schick aus und schmeckt vorzüglich.

Was isst man dazu?

Auf der Straße kauft man die Falafel gewöhnlich in einem Pita-Sandwich, das ist praktisch und schmeckt gut. Die passende Tahinasoße aus Sesam kann man fertig kaufen. Im Sudan isst man die Falafel auch häufig mit Erdnusssoße, was wir auch sehr empfehlen können. Generell gilt, dass Falafel immer durch etwas Frisches, wie Salat und Gemüse ergänzt werden sollten, damit das Gericht nicht zu einseitig und trocken schmeckt. Immer gut passt auch eine frische Joghurt-Kräuter-Soße zum Falafel Rezept. Außerdem schmeckt zur Falafel ein leckerer Couscous Salat mit Minze und Granatapfel! Hilfreiche Tipps zum richtigen Essen vom Granatapfel finden Sie hier!

Am besten Sie probieren selbst aus welche Kombinationsmöglichkeiten Sie am liebsten haben! Lassen Sie uns gern Ihre Tipps oder Familienrezepte wissen, wir freuen uns über Inspiration.

Schmecken Sie weitere orientalische Spezialitäten auf unseren kulinarischen Stadtführungen in Berlin!

7 Kommentare zu “Falafel Rezept – so einfach & so lecker!”

  1. Peter sagt:

    Interessanter Artikel! Nur was ich nicht ganz verstanden habe:
    „So gilt die Falafel sowohl in Israel als auch in Palästina als typisch traditionelle Speise, was nicht immer konfliktfrei bleibt“

    Warum führt es denn zu konflikten wenn Israelis wie Palästinenser Falafeln mögen ?

  2. eat-the-world sagt:

    Hallo Peter,

    danke für Ihr Feedback zu unserem Falafel-Artikel.
    Nun zu Ihrer Frage: Gemeint war hier, dass die bestehenden Spannungen zwischen den beiden Ländern möglicherweise auch zu unterschiedlichen Meinungen darüber führen könnten, ob es sich bei der Falafel um ein typisch israelisches oder ein typisch palästinensisches Gericht handelt. Tatsächlich zählt die Falafel aber in vielen Ländern des arabischen Raumes zu den Nationalgerichten, weshalb ein Streit darüber, wem sie kulturell zuzusprechen ist, letztendlich ergebnislos bleibt. Im Grunde spielt dies auch keine Rolle, denn schmecken tut sie überall. 🙂

    Herzliche Grüße
    Ihr eat-the-world Team

  3. Falafelking sagt:

    „Vermeiden Sie in jedem Fall lange Kochzeiten“
    -> Das ist lustig, denn gegenüber euren Anweisungen werden die Kichererbsen bzw. Bohnen werden nicht gekocht, sondern kommen nach dem Einweichen direkt in den Fleischwolf bzw. Mixer. Hört bitte auf was anderes zu erzählen.

  4. eat-the-world sagt:

    Hallo Falafelking,

    vielen Dank für Ihren Kommentar.

    Mit der Passage zu den Kochzeiten wollten wir darauf hinweisen, dass ein Kochen der Kichererbsten/Bohnen nicht sinnvoll ist. Tatsächlich sollten Kircherbsen nur eingeweicht werden.

    Jedoch haben Sie recht, dass der Text an dieser Stelle missverständlich formuliert war. Daher haben wir die Passage des Artikels dahingehend geändert, um sicher zu gehen, dass wir richtig verstanden und die Kichererbsen oder Bohnen nicht zerkocht werden. Denn das wäre sehr schade um den Geschmack!

    In jedem Fall nochmals vielen Dank für den hilfreichen Hinweis und guten Appetit!

    Viele Grüße
    Ihr eat-the-world Team

  5. Maria Wild sagt:

    Liebe Leute,
    Es geht mir um den Granatapfel. Das wenige Fruchtfleisch, das die harten Kerne umgibt, schmeckt wahrlich gut, aber die harten großen Kerne darin kann man doch nicht etwa zerbeißen oder ganz hinunter schlucken.
    Herzliche Grüße
    Maria Wild
    Ps. Die Falafel werde demnächst in Angriff nehme.n Danke für das Rezept.

  6. eat-the-world sagt:

    Liebe Frau Wild,

    danke für Ihren interessanten Kommentar! Tatsächlich können Sie die Kerne ganz beruhigt mitessen. Diese sind zwar unverdaulich, schaden Ihnen aber auch nicht. Wenn Sie möchten, können Sie die Kerne natürlich auch entfernen. Als Alternative können Sie den Granatapfel aber auch Pressen und als Saft trinken oder in einem Mixer zu einem Smoothie verarbeiten. Da bleiben dann keine harten Kerne mehr übrig und Sie können den Granatapfel unbesorgt genießen.

    Mit herzlichen Grüßen
    Ihr eat-the-world Team

  7. Heinz -Jürgen Krämer sagt:

    Hallo Freunde,
    Habe die Kichererbsen jetzt 16 Std im Wasser sind immer noch hart.
    Soll ich sie jetzt kochen?
    Mfg
    Jürgen Krämer

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