Rosenwasser (© pixabay/condesign)

Wir von eat-the-world sind immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Genüssen und Rezepten für Körper und Seele. Am liebsten lassen wir uns dabei von der Natur inspirieren. Diesen Artikel widmen wir einer der schönsten Pflanzen der Welt, der Rose. Dass sie nicht nur hübsch anzusehen ist, sondern auch eine unglaubliche Wirkung hat und wie Sie selber duftendes und heilsames Rosenwasser selber machen können, erfahren Sie hier.

Rosenwasser – Was ist das genau?

Echtes ätherisches Rosenwasser oder auch Rosen-Hylodrat ist das Wasser, das nach einer Wasserdampfdestillation von Rosenblättern zurückbleibt. Das Wichtige an der Wirkung des Rosenwassers ist, dass ihm keine Konservierungsstoffe zugefügt werden dürfen, weshalb es jedoch auch nur ungefähr ein Jahr haltbar ist. Das bekannte Rosenöl ist das Kostbarste am Rosenwasser. Nach der Destillation der Rosen schwimmt es in einer dünnen Schicht auf dem Rosenwasser. Wo die Idee der Rosenwasser-Herstellung ihren Ursprung hat, ist unbekannt. Im Jahre 370 v. Chr. beschrieb der Grieche Theophrastus schon die Gewinnung des Rosenwassers. Die ersten Erkenntnisse über die Destillation von Rosenöl stammen aus Persien. Von dort aus über Indien, Nordafrika, Türkei und Bulgarien breitete sich mit den Jahrhunderten die Rosenkultivierung aus. Rosenwasser galt schon im 8. Jahrhundert nach Christus als wichtiges Handelsgut, was sich sowohl von der großartigen Wirkung des Öls, als auch von der aufwändigen Herstellung ableiten lässt. Pro Tropfen Öl benötigt man mindestens ein Kilo frisch in der Morgendämmerung geerntete Rosenblätter, was es zum kostbarsten aller ätherischen Öle der Welt macht. Seit 1750 gilt übrigens die bulgarische Region zwischen Kaslanlak und Karlowo als weltweit bedeutendste Anbauregion zur Gewinnung von Rosenwasser, weshalb sie auch als „Tal der Rosen“ bezeichnet wird. Die Rosenarten, die vorwiegend für die Herstellung von Rosenwasser verwendet werden, sind die „Rosa centifolia“ und „Rosa damascena“.

Die Wirkung von Rosenwasser           

Rosenwasser   (© pixabay/malubeng)

Die Wirkung der Rosen wird schon seit Anbeginn der Menschheit als heilendes Arzneimittel verwendet. Die ältesten Spuren von Rosen finden sich schon vor 40 Millionen Jahren. Besonders in China, in der ayurvedischen Heilkunst Indiens, in Persien, Griechenland und im alten Rom ist die wilde Rose bereits seit Jahrtausenden als Heilmittel auch als Rosenwasser in Verwendung, wobei damals eher die Frucht der Rose, die Hagebutte in Form eines Breis genutzt wurde. Heute weiß man, dass die ätherischen Öle im Rosenwasser nicht nur einen wohltuenden Duft verströmen, sondern dass sie zudem entzündungshemmend wirken. So können Sie beispielsweise bei einem Insektenstich ein paar ungespritzte Rosenblätter zerreiben, bis der Saft austritt, um ihn dann auf dem Stich zu verteilen. Sie werden schnell bemerken, wie der Juckreiz und die Schwellung nachlassen. Das Hausmittel Rosenwasser hilft beispielweise auch gegen Halsschmerzen in Form einer Wasserlösung beim Gurgeln. Kompressen mit Rosenwasser wirken gegen Ekzeme und Gürtelrose. Außerdem wirkt sich nicht nur der Duft des Rosenwassers positiv auf die Nerven aus, sondern auch seine Inhaltsstoffe sorgen in Form von Umschlägen, die auf Körpertemperatur erhitzt sind, für Beruhigung. Zudem wirkt Rosenwasser verjüngend, regenerierend und trägt zu einer besseren Konzentration bei.

Rosenwasser in der Kulinarik

Rosenwasser (© pixabay/temple-travel)

Wenn überhaupt kennen wir Rosenwasser vorwiegend aus der arabischen, indischen und iranischen Küche. Das ätherische Öl der schönen Blüten verleiht den Gerichten eine blumige und erfrischende Note. In Indien verfeinert man die Lassi-Sorte „Gulabi“ mit Rosenwasser und in der Türkei wird in der Zeit des Fastenmonats Ramadan die Nachspeise Güllaç gereicht, für die dünne Reisblätter in süßer, mit Rosenwasser aromatisierter Milch eingeweicht werden. Hierzulande kennen wir Rosenwasser in französischen Macarons, in Eis oder anderen Nachspeisen. Rosenwasser eignet sich zum Parfümieren von Marzipan. So finden Sie beispielsweise dei Verwendung des Rosenwassers in der Frankfurter Spezialität „Bethmännchen“, kleine pralinenartige Süßigkeiten mit Mandeln und Marzipan. Des Weiteren kann man Rosenwasser auch in Bowlen und Cocktails als besondere Geschmacksnote verwenden.

Rosenwasser als Kosmetik

Rosenwasser(© pixabay/louda2455)

Rosenwasser in kosmetischer Form kennen wir aus der Drogerie in Form von Duschgels, Cremes und Bodylotions. Meistens handelt es sich bei diesen Rosenwassern – man beachte den günstigen Preis – um einfache Imitate, denen ein künstliches Rosenaroma hinzugefügt wurde. Eine weitere „Fälschung“ des Rosenwassers ist das sogenannte Mazerat von Rosen, bei dem Rosenblätter einfach in Wasser eingelegt werden. Hierbei nimmt das Rosenwasser allerdings kaum bis gar keine Wirkstoffe der Rose an und überzeugt höchstens mit seinem Geruch. Wie schon erwähnt, ist die Herstellung von echtem, hochwertigen Rosenwasser mit einem gewissen Aufwand verbunden und mit gewöhnlichen Küchenutensilien kaum umzusetzen. Ein einfaches Rezept für Rosenwasser, das zwar nicht genau der Qualität echten Rosenwassers entspricht, aber dennoch duftend, aromatisch und wohltuend ist, haben wir für Sie in diesem Artikel vorbereitet. Sollten Sie dennoch ein authentisches Rosenwasser mit seiner ganzen Wirkung bevorzugen, empfehlen wir Ihnen, sich in Reformhäusern, in griechischen oder türkischen Läden beraten zu lassen.

Rezept für Ihr selbstgemachtes Rosenwasser

Verfeinern Sie Ihre Rezepte mit Ihrem selbstgemachten Rosenwasser, nutzen Sie es als Arznei oder als Kosmetik. Für eine Rosenwasser-Variante, die Sie auch zu Hause herstellen können, haben wir hier eine Anleitung für Sie! Natürlich kommt dieses Rezept nicht an das hochwertige Rosenwasser heran, das aus Tonnen von Blüten hergestellt wird, aber für den häuslichen Gebrauch und für einen ersten Versuch reicht es allemal!

Pflücken Sie für Ihr selbstgemachtes Rosenwasser ca. 125 g duftende Rosenblüten, am besten an einem besonders warmen Tag. Entfernen sie für Ihr Rosenwasser die weißen Spitzen an den Blüten, da sie Bitterstoffe enthalten. Übergießen Sie die Blüten mit 500 ml heißem, destilliertem Wasser (kein Leitungswasser) und lassen Sie das Rosenwasser 2 Tage mit einem Tuch zugedeckt ziehen. Filtern Sie das Rosenwasser anschließend durch ein Tuch und drücken Sie es mit den Blüten darin kräftig aus. Füllen Sie das Rosenwasser in luft- und wasserdichte Fläschchen. Nun können Sie das Rosenwasser vielfältig für Ihre Rezepte verwenden.

Viel Freude mit Ihrem wohlduftenden selbstgemachten Rosenwasser wünschen wir von eat-the-world!

 

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