Pulsnitzer Pfefferkuchen(Foto: Falk Lorenz)

Seit September 2012 veranstaltet unser Franchisenehmer Falk Lorenz in Dresden kulinarische Stadtführungen von eat-the-world. Pünktlich zur Vorweihnachtszeit hat er für uns einen Blog Artikel zum Thema Pulsnitzer Pfefferkuchen geschrieben – ein weihnachtlicher Genuss! Viel Spaß beim Lesen und Schlemmern.

Pulsnitz, eine kleine Stadt ca. 30 km von Dresden entfernt, ist weithin bekannt als die Pfefferkuchenstadt Sachsens aufgrund der leckeren Pulsnitzer Pfefferkuchen. Seit dem 16. Jahrhundert wird alljährlich, gegen Ende des Sommers, diese Handwerkstradition der Pulsnitzer Pfefferkuchen Bäcker wieder lebendig. Einer Mischung aus Honig und Mehl, über mehrere Wochen gelagert, werden auserlesene Gewürze beigemengt. Dies unterscheidet den Pulsnitzer Pfefferkuchen vom Nürnberger Lebkuchen, der in seiner besonderen Form des Elisenkuchens nur max. 10% Mehl beinhalten darf und auf einer Oblade gebacken wird.

Da im  Mittelalter feine Gewürze unter dem Begriff Pfeffer zusammengefasst wurden, erhielt das Gebäck seinen Namen, ohne dass ein Pfefferkorn in ihm zu finden ist. Die besonderen Gewürzmischungen gelten auch heute noch als ein gut gehütetes Geheimnis der acht Pfefferküchlereien, die in Pulsnitz tätig sind. Eine weitere Besonderheit des  Pulsnitzer Pfefferkuchens ist, dass dieser ohne Fett gebacken wird. Somit hat er nur eine geringe Wirkung auf unser Hüftgold und kann ohne  eine Neuberechnung des BMI verspeist werden.

Nach dem Backen werden die Meisterwerke mit Zucker oder Schokoladenglasur veredelt. Größere Formen wie Herzen oder Pantoffeln erhalten eine farbenfrohe Verzierung aus Zuckerguss. Die typischen Formen des Pfefferkuchens sind jedoch die „Pulsnitzer Spitzen“. Sie werden mit einer Schokoladenglasur überzogen, mit Marmelade gefüllt und in 500 g Tüten verpackt. Etwas weniger süß, für unseren Geschmack aber noch leckerer, sind die ungefüllten Stücke.

Probiert es aus. Besorgt euch mind. 4 Pakete, ladet eure Freunde ein und der Abend fängt gut an.

Ihr könnt die Pulsnitzer Pfefferkuchen über das Internet ganz bequem bei einer der Pfefferküchlereien bestellen oder natürlich die Kleinstadt mit einem Besuch erfreuen. Solltet ihr Zeit und die Möglichkeit haben in Dresden vorbeizuschauen, dann solltet ihr den Dresdner Striezelmarkt besuchen und euch die Taschen mit Pulsnitzer Pfefferkuchen füllen.

Für die Mutigen und Geduldigen unter euch hier noch ein Rezeptvorschlag zum selber ausprobieren. Da der köstliche Duft beim Backen eine hohe Anziehungskraft auf die Nachbarn ausübt, lieber gleich die Menge verdoppeln :).

Leckeres Pulsnitzer Pfefferkuchen Rezept:

Zutaten:

  • 500g kräftigen Honig
  • 400g Weizenmehl
  • 200g Roggenmehl
  • 125ml Wasser
  • 75g Mandeln / gehackt
  • 75g Mandeln / gemahlen
  • 10g Hirschhornsalz / in wenig Wasser gelöst
  • 5g Pottasche / in wenig Wasser gelöst
  • einige Tropfen Bittermandelaroma
  • 4EL Kakao
  • 1Prise Piment
  • 1Msp Nelken / gemahlen
  • 1Msp Muskatblüte / gemahlen
  • 0,5TL Zimt / gemahlen
  • 0,5TL Koriandersamen / gemahlen

Zubereitung:

  1. Honig und Wasser in einem Topf verrühren und erhitzen. Nach dem Abkühlen mit dem Mehl zu einem Teig verkneten. Diesen mind. 14 Tage, kühl gestellt, ruhen lassen.
  2. mit den übrigen Zutaten durchkneten (ist der Teig zu fest, in kleinere Stücke schneiden. Zunächst die Stücke einzeln kneten und wenn diese aufgewärmt und geschmeidiger sind wieder zusammenfügen)
  3. den Teig ca. 0,5 cm ausrollen und nach eigenen Vorstellungen ausstechen
  4. bei 175 Grad etwa 10-15 min backen
  5. nach dem Auskühlen mit Schokoladen- oder Zuckerglasur verzieren

Guten Appetit und einen schönen Advent!


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Der leckeren Pulsnitzer Pfefferkuchen lassen Sich auch wunderbar verschenken. Kombinieren Sie sie einfach mit unseren Gutscheinen zu Weihnachten und schon haben Sie ein originelles Weihnachtsgeschenk für die Genießer unter Ihren Freunden und Familienmitgliedern gefunden. 🙂 Wir wünschen viel Spaß beim Verschenken und eine schöne Weihnachtszeit!

4 Kommentare zu “Pulsnitzer Pfefferkuchen – ein Genuss nicht nur für Sachsen”

  1. Ina Thyrolf sagt:

    Der erste Gang auf dem Weihnachtsmarkt ist seit Jahren der zur Pulsnitzer Pfefferkuchenbude. So verschlafen wie der Ort ist zwar auch das Personal hinter dem Tresen, aber was erträgt man nicht alles geduldig für die heiß geliebten Sauerkirsch-Spitzen!!! Schöne Grüße aus Leipzig, ich muß los…Nachschlag holen 😉

  2. eat-the-world sagt:

    Hallo Ina, vielen Dank für den Kommentar! Uns hat es der Pfefferkuchen auch sehr angetan, werden ihn bald mal selbst backen 😉 Schöne Vorweihnachtszeit und bis bald!

  3. Steffen sagt:

    Das ist definitiv ein Spitzenzeit zum ausstechen fast ungeeignet, da der Teig beim backen durch das aufgehen die Form verliert.
    Habe ihn in 10cm Bahnen geschnitten und mit Konfitüre zur Hälfte bestrichen um geschlagen und dann als ganze Bahn gebacken.
    Wenn fertig gebacken nach 15-20min sofort in 3cm Streifen schneiden und auskühlen lassen dann mit Schoki überziehen oder gleich rein tauchen.
    Fertig sind die eigenen Spitzen

  4. eat-the-world sagt:

    Lieber Steffen,

    vielen Dank für Ihren Kommentar sowie das Nachbacken unseres Rezepts und den guten Tipp! Wir werden auch diese Zubereitungsart ausprobieren. 🙂

    Herzliche Grüße
    Ihr eat-the-world Team

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