Lupinensamen - Die Sojabohnen des Nordens(© Pixabay / tatglad)

Fast hat man das Gefühl, es gibt jede Woche einen neuen, gesunden Fleischersatz. Diesmal beschäftigen wir von eat-the-world uns mit den Lupinensamen (auch Wolfs- oder Feigbohne). Die Besonderheiten dieser kleinen Eiweißbomben erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Kleiner Ausflug in die Vergangenheit der Lupinensamen

Bereits die alten Ägypter erkannten die gesunde Wirkung der Lupinensamen. Auch in anderen Mittelmeerländern werden sie bereits in 3000 Jahre alten Schriften erwähnt (die getrockneten Lupinensamen sind auch heute noch ein beliebter Bier-Snack der Gasstätten im Mittelmeerraum).
Auch wussten sie um die schlecht verdaulichen Alkaloide, wuschen die Lupinensamen in Meerwasser oder Salzlake und legten sie darin ein, um sie bekömmlich zu machen. Heute ist das nicht mehr nötig, da es den Züchtern mittlerweile gelingt alkaloidarme Lupinensamen heran zu ziehen.

Gesunde Süßlupinen

Doch ist diese Hülsenfrucht so gesund wie es sich anhört? Das kann man definitiv bejahen. Mit einem Eiweißgehalt von 40 % und – zu Pulver gepresst – einem Proteingehalt von bis zu 90 %, steht sie der Sojabohne in nichts nach. Hinzu kommt, dass die Süßlupinen, anders als ihre asiatischen Schwestern, vollkommen auf Gentechnik verzichten und deutlich fettärmer sind.

Nährstoffreicher Fleischersatz

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten die Lupinensamen zuzubereiten. So wird aus ihnen z.B. Mehl, Milch, Lopino (Tofu-ähnliches Produkt) oder sogar Kaffee, für die, die auf Koffein verzichten müssen, hergestellt (Bsp. „Altreier Kaffee“ aus Südtirol). Im getrockneten Zustand kann man die Samen auch einfach als Knabberei verzehren. Besonders häufig werden die Süßlupinen als Fleischersatz genutzt. Sie ersetzen tierische Proteine, senken die Kalorien und bieten vegane Produktalternativen.

Hier ein kleiner Überblick der Nährwerte pro 100 Gramm (Samen):

Kalorien: 253

Eiweiß: 42 g

Fett: 6 g

Kohlenhydrate: 5 g

Ballaststoffe: 19 g

 

Lupinensamen. Gesunder Fleischersatz, aber Vorsicht bei Allergien!(© pexels / Irina Kostenich)

Vorsicht bei Allergien

So gesund die Lupinensamen auch sind, Allergiker müssen vorsichtig mit ihnen umgehen. Besonders wenn Sie unter einer Erdnuss- oder Hülsenfruchtallergie leiden, sollten Sie sie meiden.

Veggies und Vegans können sich freuen

Da sich die Vegetarier- und Veganerszene in den letzten Jahren immer größerer Teilnehmerzahl erfreut, wächst auch die Herstellung und Verbreitung der gesunden Lupinensamen. Kochbücher über die verschiedensten Zubereitungsvorschläge überschwämmen den Markt. So können sie als rein pflanzliche Schnitzel, fettarme Leberwurst, Würstchen oder sogar Gyros erstanden werden. Auch Brot und Nudeln gibt es in jedem Bio-Markt Ihres Vertrauens in der Lupinensamenvariante.

Fleischfreier Grillwürstchengenuss(© pexels / Karolina)

Wie helfen Lupinensamen unserer Gesundheit?

Die Lupinen sind durch ihre löslichen Ballaststoffe wunderbar in der Lage unseren Cholesterinspiegel, sowie unseren Blutdruck zu senken.
Außerdem sind die Lupinensamen ein tolles Mittel um Heißhungerattacken zu umgehen und unsere Darmflora zu verbessern.

Lupinen-Cupcakes, unser Rezeptvorschlag

Damit Sie sich gleich mal an einem leckeren Gericht dieser gesunden Samen gütlich tun können, hier ein kleines Rezept zum nachbacken:

Hier die Zutaten für die süße Gaumenfreude:

  • 2 Süßkartoffeln à 150 g
  • 3 EL Mandelmus
  • 150 g handelsübliches Mehl
  • 110 g Lupinenmehl
  • 3 TL Backpulver
  • 2 TL Natron
  • 2 TL Salz
  • 1 TL gemahlener Pfeffer
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Sonnenblumenöl

Weil das Auge bekanntlich mit isst:

  • 300 g gegarte Rote Bete
  • 1 EL selbst gepresster Orangensaft
  • 4 EL Lupinenflocken

Zubereitung:

  1. Die Süßkartoffeln schälen, waschen und würfeln. Im Dämpfeinsatz eines Kochtopfes ca. 15 Minuten garen, bis die Würfel soweit gegart sind, dass sie sich leicht einstechen lassen. Dann verarbeiten Sie es zu einem glatten Kartoffelpüree, vermengen es mit dem Mandelmus und lassen es auskühlen.
  2. Den Backofen (Umluft) auf 180° vorheizen.
  3. Mehlmischung mit 100 g Lupinenmehl, Natron, Backpulver, Pfeffer und Salz vermischen. Verrühren Sie die Gemüsebrühe mit dem Öl, das Süßkartoffelpüree mit der Mehlmischung, und vermengen Sie alles, bis die trockenen Zutaten feucht sind. Ein Muffinblech mit Papierbackförmchen auslegen, den Teig hineinfüllen und die Muffins ca. 25 Minuten lang backen lassen.
  4. Für das Topping würfeln Sie die Rote Bete klein und pürieren sie mit dem Zitronensaft. Das übrig gebliebene Lupinenmehl unterrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Die erkalteten Muffins damit garnieren, mit den Lupinenflocken bestreuen und servieren.

Leckere Cupcakes aus Lupinenmehl(© Pexels / Sydney Troxell)

Aufbewahrung im Haushalt:

Abschließend noch ein Tipp zur Lagerung der Lupinen. Je nach Produkt ist ihre Haltbarkeit natürlich unterschiedlich. So halten sich die getrockneten Samen in ihrem Rohzustand sehr lange. Würstchen oder „Fleisch“ das aus Lupinensamen, Lupinenmehl etc. hergestellt wurde, sind im Kühlschrank hingegen nur begrenzt haltbar.

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