Kurzes Weihnachtsgedicht zu Heiligabend

„Von drauß vom Walde komm ich her; ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr…“ Das kennt ja jedes Kind, würde man vielleicht behaupten. Weihnachtsgedichte gehören für viele zur Weihnachtszeit wie der Duft von frisch gebackenen Plätzchen, ein reich geschmückter Tannenbaum und der Klang von Weihnachtsliedern. Wir von eat-the-world haben die schönsten Weihnachtsgedichte für Sie zusammengestellt.

Kurzes Weihnachtsgedicht – Eine Tradition droht in Vergessenheit zu geraten

Es scheint jedoch, als werde die Tradition, ein kurzes Weihnachtgedicht auswendig zu lernen und am heiligen Abend vor der ganzen Familie stolz vorzutragen, zunehmend vernachlässigt. Höchste Zeit, diesen doch so schönen Brauch dieses Jahr zur Adventszeit wieder aufleben zu lassen.

„Dieses Jahr lernen wir alle ein kurzes Weihnachtsgedicht, was haltet ihr davon?“

Es müssen ja nicht gleich alle Strophen von Theodor Storms „Knecht Ruprecht“ gelernt werden. Auch ein kurzes Weihnachtsgedicht trifft oft schon das Wesentliche. Nehmen Sie sich nur ein paar Minuten Zeit und schon werden Sie rasch ein hübsches kurzes Weihnachtsgedicht aufsagen können. Oder verschicken Sie ein kurzes Weihnachtsgedicht in einer Karte als lieben Weihnachtsgruß an Familie und Freunde und stellen Sie Ihnen als kleine Adventsaufgabe, dass jeder am Weihnachtsfest dieses kurze Weihnachtsgedicht vortragen soll. Die Weihnachtsstube wird dann in eine festliche Atmosphäre getaucht werden und allen wird ganz weihnachtlich zumute sein.

Als kleine Inspiration schlagen wir Ihnen hier unsere liebsten einstrophigen Weihnachtsgedichte vor.

 

Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit.
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
schöne Blumen der Vergangenheit.
Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
und das alte Lied von Gott und Christ
bebt durch Seelen und verkündet leise,
dass die kleinste Welt die größte ist.

– Joachim Ringelnatz

 

Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin – bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

– Rainer Maria Rilke

 

Vom Christkind

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.
Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihre Naseweise, ihr Schelmenpack –
denkt ihr, er wäre offen der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

– Anna Ritter

 

Kerzenschein

Der Zauber dieser stillen Zeit
fängt sich im Kerzenschein.
Auf Tannenzweig und grünem Kranz
umwirbt er uns im Flammentanz
und zieht mit weihnachtlichem Glanz
in uns’re Herzen ein.

– Anita Menger

 

Advent

Es liegt ein Dämmern auf den Tagen
Nach langer, tiefer Winternacht.
Die Herzen harren still und fragen
Mit Sehnsucht und mit leisem Zagen
Wann wiederum ihr Heil erwacht.
Doch mitten in das Nebelgrauen
Erklingt ein heller Glockenton.
Nun lasst uns freudig aufwärts schauen
Mit Hoffnung und mit Gottesvertrauen,
Denn gnadenvoll naht Gottes Sohn.

– Martha Gärtner

 

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und viel Spaß beim Lernen und Vortragen unserer kurzen Weihnachtsgedichte!

Unser Tipp: Falls Ihnen noch das passende Weihnachtsgeschenkideen fehlen, verschenken Sie doch unsere kulinarischen Spaziergänge als Gutscheine zu Weihnachten! Unsere Gutscheinkarten lassen sich wunderbar mit weihnachtlichen Gedichten und Sprüchen bedrucken und was gibt es schöneres als an Heiligabend, die nächsten gemeinsamen Unternehmungen zu planen?

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