Film „Live in a Day“: Ein Tag – 197 Länder


Der Youtube-Film „Live in a Day“ feierte am 12. Februar Premiere auf der Berlinale. „Live in a Day“ ist ein einzigartiges Filmprojekt, das vom US Konzern Google ins Leben gerufen wurde. Google hat alle Nutzer seit Anfang Juli 2010 dazu aufgerufen, Szenen aus ihrem alltäglichen Leben auf Youtube hochzuladen. Der Produzent Ridley Scott, u.a. bekannt durch seine Werke „Robin Hood“ und „Gladiator“  und der Oscar-premierte Regisseur Kevin Macdonald stellten sich der Herausforderung „Live in a Day“ gemeinsam zu produzieren. Was ist in „Live in a Day“ alles zu sehen?

Insgesamt wurden 80.000 Filme mit mehr als 4.500 Stunden Laufzeit von Ridley Scott und Kevin Mcdonald für „Live in a Day“ gesichtet. Ziel war es, einen einmaligen Dokumentarfilm zu produzieren, der zeigen sollte, was Leute aus aller Welt am 24. Juli 2010 gemacht haben. Heraus kam der ca. 90 minütige Film „Live in a Day“. Menschen aus 197 Ländern gewähren in „Live in a Day“ ganz private Einblicke in ihr Leben und zeigen u.a. was sie besonders lieben und wovor sie sich fürchten.
Von den 80.000 Beiträgen haben es auch zehn deutsche Beiträge in den Film „Live in a Day“  geschafft. Besonders emotional ist der Filmbeitrag der Loveparade in Duisburg, wo 21 Menschen wegen einer Massenpanik ums Leben kamen.
Ergreifend sind auch die Filmaufnahmen einer amerikanischen Familie. Die an Krebs erkrankte Mutter präsentiert ihre Operationsnarben.
Neben den traurigen Momenten in „Live in a Day“ bereichern auch Glücksmomente den Film. So ist der Zuschauer bei einer Hochzeitsfeier dabei oder erlebt hautnah eine Geburt.
Auch vermeintlich banale Beiträge wie der Gang zur Toilette, eine Rasur oder das Zähneputzen haben es in den Dokumentarfilm geschafft.
Youtube-Fans und Dokumentarliebhaber sollten sich „Live in a Day“ nicht entgehen lassen. Am 19. Februar findet für Interessierte eine weitere Vorstellung des außergewöhnlichen Dokumentarfilms statt.