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Fastentage – Die große Enthaltsamkeit

  • 23. Feb. 2012 |
  • eat-the-world
  • Kultur

Fastentage - Die große Enthaltsamkeit

(Foto: thefind)

Fastentage werden heutzutage nicht mehr unbedingt mit Religion verbunden. Enthaltsamkeit ist mittlerweile gleichbedeutend mit Diät. Aus aktuellem Anlass wollen wir den Fokus auf die ursprüngliche Bedeutung der Fastentage und die einhergehende Enthaltsamkeit legen, da mit dem gestrigen Aschermittwoch die 40 Fastentage bis Ostern eingeläutet wurden.
Was darf man während der Fastenzeit essen?
Die Anzahl der Tage ergibt sich durch die 40 Tage, die Jesus in der Wüste gefastet hat. Dieses Bild steht symbolisch für Buße und die Enthaltung von Genussmitteln. Laut kirchlicher Tradition ist der Verzicht von Fleisch nicht die einzige Richtlinie. Primär geht es um eine Art Askese. Man verzichtet auf  beliebte Nahrungsmittel und Aktivitäten, wie z.B. Süßigkeiten, Alkohol, Fernsehen oder PC-Spiele. Auch die Fastentage müssen sich der modernen Zeit anpassen. Es hängt vor allem von jedem Einzelnen ab, auf welche Art und Weise er sich auf seinen Geist konzentriert und Buße tut.
Enthaltsamkeit als Trend
Der Wunsch nach Selbstdisziplin und Meditation ist wieder recht beliebt geworden. Somit wird die Fastenzeit auch von Personen eingehalten, die nicht in erster Linie die christliche Buße berücksichtigen. Viele möchten ihren Körper durch diese Art Kur reinigen, andere verbinden diese Zeit mit einer Gewichtsreduzierung, oder auch Ernährungsumstellung. Ob der Hintergrund religiöser oder gesundheitlicher Natur ist, Fastentage und Enthaltsamkeit erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Wird diese Umstellung nicht all zu radikal betrieben, so ist sie für den Körper unbedenklich.
Verstecktes Fasten
Es gibt viele Anekdoten über die Fastentage. So sollen z.B. die Zisterziensermönche aus dem Kloster Maulbronn die Maultaschen erfunden haben, um Fleisch in den Fastentagen vor dem lieben Gott zu verstecken. Daher auch der umgangsprachliche Name „Hergottsbscheißerle“.
Wenn man bedenkt, dass Mönche in den vergangenen Jahrhunderten von der Angst geprägt waren zu verhungern, so kann man verstehen, dass sie bemüht waren sich bei Gelegenheit gut zu nähren und immer wieder Schlupflöcher zu suchen.
Wir würden gerne wissen, wie unsere Blogleser diese 40 Tage verbringen. Stellen sie Ihre Ernährung um?


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