Döner essen(Foto: Michael O’Brien)

An jeder Straßenecke sieht man sie – Dönerläden und Menschen, die Döner essen. Der Döner ist in Deutschland mittlerweile heißer begehrt als Currywurst und Hamburger – Döner essen ist ein Teil der deutschen Kultur geworden. Doch woher kommt das deutsche Schnellgericht eigentlich? Und wie kann man es selber zubereiten? Diese Fragen beantworten wir von eat-the-world Euch im folgenden Artikel zum Thema Döner.

Woher kommt der Döner?

Die Tradition des Döner essens kommt ursprünglich vom türkischen „döner kebap“, was auf Deutsch so viel heißt wie „sich drehendes Grillfleisch“. In der Türkei wird döner kebap schon seit langer Zeit gegessen, man verspeist ihn dort jedoch mit Reis und scharfer Soße vom Teller und nimmt sich viel Zeit zum Essen. Mit der Einwanderung der Türken in Deutschland kam auch die türkische Küche ins Land. Schnell merkten die Türken, dass sich die Deutschen viel weniger Zeit zum Essen nahmen und meistens nur etwas Schnelles auf die Hand wollten. So wurde aus dem türkischen döner kebap eine an den deutschen Lebensstil angepasste Version: es musste schnell gehen und billig sein.

Der „Urdöner“ in Deutschland soll Spießfleisch im weißen Brötchen gewesen sein, dazu Zwiebeln und Salat als Beilage. Mit der Zeit kamen dann Press- und Hähnchenfleisch, Fladenbrot, verschiedene Gemüsesorten und Soßen (Knoblauch, Kräuter, scharf) dazu. Mittlerweile gibt es Döner auch für Vegetarier als Falafel-Döner oder Halloumi Döner und man kann ihn sogar mit Vollkorn-Fladenbrot bestellen.

Nachdem der Döner in Deutschland einen solchen Erfolg hatte, verbreitete sich das Gericht auch in anderen europäischen Ländern. Die deutsche Version wurde dabei je nach Land an die Vorlieben der Menschen angepasst: der französische „kebab“ beinhaltet Pommes frites aber keinen Rotkohl, im englischen „doner kebab“ sind Pommes frites mit Essig enthalten und im italienischen „kebab“ kommen Oliven und Mais hinzu.

Eine große Frage bleibt: Wer hat den Döner erfunden?

Es gibt verschiedene Theorien, wer den deutschen Döner erfunden hat. Eine Theorie besagt, dass der damals 16-Jährige Mehmet Aygün im Jahr 1971 den Döner im Imbiss seines Onkels in Berlin-Kreuzberg erfand. Es heißt aber auch, dass Aygün zuvor bei Kadir Nurman gearbeitet und sich dort das Rezept des Döners „abgeguckt“ hat. Somit ist eventuell Nurman der wahre Erfinder des Döners, weshalb er 2011 auch auf der Dönermesse in Berlin gefeiert wurde. Nurman beteuert mittlerweile, dass er kein Patent auf seinen Döner angemeldet hat, denn dann wäre er heute sicher Millionär.

Doch damit nicht genug – ein Türke namens Nevzat Salim behauptet, dass er das gefüllte Brot mit Grillfleisch schon 1969 in Baden-Württemberg hergestellt und verkauft habe und somit der echte Erfinder des Schnellgerichts sei.

Während man sich immer noch darüber streitet, wer den Döner erfunden hat, sind sich alle darüber einig: auch wenn Döner nicht der gesündeste Snack für zwischendurch ist, so ist er doch nahrhafter als manch anderes Fast-Food und vor allem lecker.

Rezept: Vegetarischer Döner

Für einen vegetarischen Döner braucht Ihr:

  • ein türkisches Fladenbrot
  • Fetakäse
  • Gemüse: Eisbergsalat, Rotkohl, Weißkohl, Tomaten, Gurke, rote Zwiebeln
  • Joghurt
  • Knoblauch
  • Salz
  • Pfeffer
  • Gewürze: Kreuzkümmel, Oregano, Paprikapulver, Basilikum, Chilipulver

Zunächst die Gewürze und den gepressten Knoblauch vermischen und mit dem Joghurt verrühren – fertig ist die Soße für Euren Döner. Danach alle frischen Zutaten in Scheiben oder Streifen schneiden und den Fetakäse würfeln. Das Fladenbrot vierteln oder achteln und im Ofen aufwärmen. Achtung: nicht zu lang aufwärmen, sonst wird das Brot zu hart. Danach die Innenseiten des warmen Fladenbrotes mit Soße bestreichen und das Gemüse und Käse hineinlegen.

Guten Appetit!
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2 Kommentare zu “Döner essen – woher er kommt und wie man ihn selber macht”

  1. Stefan sagt:

    Sehr schöner Artikel. 🙂
    Das Fladenbrot mit Soße zu bestreichen ist übrigens typischer für Berliner Döner.

    Im Süden Deutschlands wird das Brot mit den Zutaten gefüllt und die Soße anschließend darauf verteilt.
    Aber das ist natürlich Geschmackssache. 🙂

  2. Tom sagt:

    Ein schöner Artikel und ich als Berliner habe in den letzten Jahren auch die vegetarischen Döner kennen und lieben gelernt.

    VG, Tom

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