Freitag der Dreizehnte

(Foto: I-SEEN-IT RubenS)

Es ist bereits das dritte Mal in diesem Jahr, dass der Freitag auf den dreizehnten Tag des Monats fällt. Die Mathematiker haben errechnet, dass es ein bis drei Mal pro Jahr vorkommen kann, einem Freitag dem Dreizehnten zu begegnen. Wer abergläubisch ist, lebt an solchen Tagen extrem vorsichtig und wer es nicht ist, lebt weiter wie bisher. Welcher Weg ist wohl der bessere für Freitag, den Dreizehnten?

Die Traditionen und Bräuche, die mit dem Wort Aberglauben verbunden sind, ergeben meist auf den ersten Blick keinen Sinn, so wie bei Freitag der Dreizehnte. Eine der bekanntesten Geschichten im Aberglauben ist wohl die Schwarze Katze, die Unglück bringt. Dieser Gedanke entstand im Mittelalter. Schwarze Katzen galten als Hilfsgeister der Hexen und wurden genauso wie sie gejagt.

Die Theorie, dass man nicht unter einer Leiter durchlaufen sollte, hat einen ganz anderen, sogar logischen Ansatz. Wenn ein Handwerker auf einer Leiter arbeitet, kann es passieren, dass Werkzeug runter fällt und dabei Passanten verletzt. So entstand die warnende Legende.

Die Vorgeschichte für Freitag den Dreizehnten ist vielschichtiger. Schon der Freitag an sich ist ein mit negativen Geschehnissen behafteter Wochentag. Am Karfreitag ist Jesus gekreuzigt worden und Adam und Eva wurden an einem Freitag aus dem Paradies vertrieben.
Die Dreizehn kennt man auch als das Teufelsdutzend. Die Zahl 12 gilt in vielen Kulturen als heilige Zahl und die Unordnung, die durch die 13 (also 12+1) geschaffen wird, ist ein Zeichen für Unheil.
Der christliche Sonnenkalender mit 12 Monaten verdrängte den keltischen Mondkalender, der aus 13 Monaten bestand. Scheinbar versuchte man, der 13 ein negatives Image zu verpassen, um sie aus den Köpfen der Menschen zu verbannen.

Heute gibt es sogar Hotels ohne 13. Etage oder Flugzeuge ohne 13. Sitzreihe. Der Aberglauben hat Früchte getragen und es gibt sogar Menschen, die panische Angst vor der 13 haben. Diese Angst nennt sich Triskaidekaphobie. Übrigens gilt in Spanien oder Griechenland nicht Freitag, sondern Dienstag der 13. als Unglückstag.

Wir müssen erkennen, dass Aberglaube nicht wirklich etwas mit Unglück zu tun hat, sondern eher mit Geschichte und in Ausnahmefällen mit Vorsicht. Der richtige Weg ist wohl, den Unglückstag zu ignorieren, da statistisch gesehen nicht mehr oder  weniger Unfälle passieren. Glaubt Ihr an die ungeschriebenen Gesetze?

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