(Foto: MrTopf)

Auf eine über 7000 Jahre alte Geschichte kann das Fladenbrot mittlerweile zurückblicken. Beeindruckend daran ist: Trotz zahlloser Rezeptvariationen, ist sich das Fladenbrot treu geblieben. An der Einfachheit der Zubereitung von damals hat sich kaum etwas geändert. Auch ein paar Jahrtausende später lässt sich ein köstliches Fladenbrot mit zwei Zutaten backen: Wasser und Mehl.

Das Fladenbrot: Woher kommt es eigentlich?

Zu verdanken ist die Entwicklung des Fladenbrots den Ägyptern, die bereits im fünften vorchristlichen Jahrtausend den auf Stein gebackenen Getreidebrei herstellten. Das neuartige Fladenbrot erfreute sich großer Beliebtheit, so dass bald begonnen wurde, größere Mengen in ersten Bäckereien herzustellen. Im Zuge der Verfeinerung des Rezeptes, wurde in Ägypten damit angefangen, die erste Hefe zu kultivieren. Die bahnbrechende Erfindung des Fladenbrots kam allerdings erst 2000 Jahre später nach Europa und ist heutzutage die am weitesten verbreitete Zubereitungsart von Brot. Nicht selten ersetzt das Fladenbrot auch Teller und Besteck als essbare Unterlage und zur Aufnahme von verschiedensten Gerichten.

Kulturelle Unterschiede auch beim Fladenbrot

Je nach Region unterscheidet sich das Fladenbrot in Namen und Zubereitungsart ein wenig. So findet man in Indien verschiedenste Variationen des Fladenbrots vom stark gewürzten Chapati bis zum milden, dickeren Nan. Die arabischen Fladenbrote hingegen sind meist sehr dünn, bestehen also eigentlich nur aus einer Ober- und Unterkruste. Und in der Türkei gibt es beides: Hauchdünne Fladenbrote neben Sorten, die mehrere Zentimeter dick sind und aus Hefeteig hergestellt werden, wie das sogenannte „Pide“, das auch in Deutschland sehr beliebt ist. Die Türkei zeigt sich allerdings nicht nur in der Variation ihrer Brotsorten vielseitig. Die Anfänge türkischer Kochkunst reichen weit in die Geschichte zurück. Interessant ist dabei vor allen Dingen von welch unterschiedlichen Einflüssen die türkische Küche geprägt wurde. Zurückzuführen ist das auf die große Ausdehnung des Osmanischen Reiches, das zahlreiche Kulturen unter sich vereinte und vom heutigen Ägypten über Griechenland bis nach Russland reichte. Aus diesem Schmelztiegel hat sich eine Küche heraus gebildet, die außergewöhnlich in ihrer Vielfalt ist und für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Dabei genießt nicht nur die türkische Küche besondere Wertschätzung, vielmehr gilt die Türkei auch als ältestes Weinland gemäß zahlreicher archäologischer Funde. Weltweiter Beliebtheit erfreuen sich die türkischen Rebsorten wie Hasandede (helle Traube) und Bosazekere (rote Traube).

Der passende Dip zum Fladenbrot

Ein echter Kenner und Spezialist der türkischen Küche ist Yavuz Sağlamçubukcu, der in Berlin sein türkisches Restaurant Osmanli Saray Mutfagi betreibt. Hier wird vom Brot über den Eintopf bis zum Grillspieß alles nach besten Rezepten frisch und selbst zubereitet. Als besonderen Rezept-Tipp hat uns Yavuz sein bislang gut gehütetes Geheimnis für einen köstlich erfrischenden Minz-Joghurt-Dip verraten. Dieser Joghurt-Minz-Dip ist ausgesprochen lecker, einfach in der Zubereitung, wunderbar erfrischend bei sommerlichen Temperaturen und schmeckt perfekt mit einem frischen Fladenbrot.

Zutaten:

½ kg Süzme-Joghurt

(spezieller türkischer Joghurt mit wenig Wasser, bekommt man im türkischen Supermarkt)

100g sehr fein geriebene Möhren

2 Knoblauchzehen sehr fein geschnitten

1 TL Salz

1 TL Zucker

65g Butter

3 TL getrocknete geriebene Minze

nach Belieben: frischer oder getrockneter Dill

Zubereitung:

Es werden die geriebenen Möhren zusammen mit dem fein geschnittenen Knoblauch, Salz und Zucker in den Joghurt gegeben. Anschließend wird das Ganze gut verrührt. Anschließend erhitzen Sie die Butter in einer Pfanne, sie sollte brutzeln aber nicht braun werden. Rühren Sie nun die frische Minze in die Buttermasse und geben Sie das noch heiße Butter-Minz-Gemisch in den Joghurt. Jetzt muss wieder ordentlich gerührt werden bis sich alles zu einer gleichmäßigen Masse vermengt hat. Zum Schluss noch ein wenig Dill zum Verfeinern hinzu und fertig ist ein leckerer und erfrischender Joghurt-Minz-Dip. Den Dip können Sie jetzt auf Ihr noch ofenwarmes Fladenbrot streichen und sofort genießen! Wir wünschen Ihnen guten Appetit!

Wenn Sie nicht nur auf der Suche nach einem leckeren türkischen Dip zu Ihrem Fladenbrot waren, sondern weitere türkische Speisen probieren wollen, besuchen Sie Yavuz in seinem Restaurant. Weitere schmackhafte und internationale Kostproben finden Sie auf unseren eat-the-world Touren. Türkische Leckerbissen gibt es dabei unter anderem auf unserer Kreuzberg-Tour.

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